WhatsApp setzt künftig auf Nutzernamen
Bisher mussten WhatsApp-Nutzer ihre Telefonnummer preisgeben, um erreichbar zu sein. Das soll sich ändern: Meta plant, Nutzernamen als Alternative zur Telefonnummer einzuführen. Was diese Neuerung datenschutzrechtlich bedeutet und welche Risiken dennoch bleiben, zeigt dieser Beitrag.
Änderung für den Sommer geplant
Zu welchem Zeitpunkt die Umstellung auf Nutzernamen erfolgt, ist derzeit noch ungewiss. Immerhin kann jetzt schon ein solcher Nutzername in Testversionen angewendet werden. Der schon einmal für Anfang des Jahres angekündigte Schritt wird voraussichtlich im Sommer vollzogen. Seinen Benutzernamen kann man selbst wählen. Allerdings darf er nicht schon bei Facebook oder Instagram (die beide wie WhatsApp zu Meta gehören) verwendet werden – es sei denn, man ist selbst mit dem entsprechenden Konto verknüpft und kann die Identität bestätigen. Um eine Verquickung der Meta-Dienste untereinander zu verhindern, ist es ratsam, pro Dienst einen jeweils anderen Benutzernamen zu verwenden.
PIN als zusätzliche Sicherung
Wie Insider inzwischen berichteten, soll es auch für die Verwendung eines plattformübergreifenden Nutzernamens ein Schutzkonzept geben. WhatsApp soll bald über eine Sicherheitsschranke verfügen: Eine vierstellige PIN könnte ungewollte Kontaktaufnahmen verhindern. Lediglich ein aktives Einverständnis der gefragten Person führt dann zur Kontaktaufnahme über eine Sicherheits-PIN.
Nach wie vor Risiken
Wird das Konzept „Nutzername" tatsächlich umgesetzt, verbessert sich dadurch der Datenschutz auf jeden Fall. Die eigene Telefonnummer bleibt damit unlesbar und wird nicht unfreiwillig weitergegeben. Generell besteht allerdings wegen des Meta-Plattformkonzepts die Möglichkeit, dass über den öffentlich sichtbaren Nutzernamen gezielte plattformübergreifende Kontaktaufnahmen angebahnt werden. Deshalb warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor der gleichzeitigen Verwendung identischer Nutzernamen auf mehreren Meta-Diensten. Diese Maßnahme würde die Gefahr von Identitätsdiebstahl und Hacking reduzieren. Auch schützt sie davor, dass Angreifer gehackte Nutzerprofile verknüpfen, eigene Nutzerprofile anlegen und mit diesen kriminellen Aktivitäten ausführen. Da der Meta-Konzern durch die Neuerung in technischer Hinsicht Synergien nutzt, bleibt für die Nutzer, auch wenn sie künftig mehr Datenschutz genießen, nach wie vor ein Restrisiko bestehen, was ihre personenbezogenen Daten angeht.
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